Content Marketing auf Pinterest, Mobile und Video: Aktuelle Beispiele

Im Marketing spricht man gerne von neuen Plattformen. Pinterest, Mobile, Social und Video beherrschen die Schlagzeilen. Ich möchte hier erneut eine Lanze brechen für eine Disziplin, die zwar nicht neu und dennoch, gerade auch in Verbindung mit den innovativen Medien, brandaktuell ist. Ich spreche vom Content Marketing, der Kunst Unternehmensziele mit der Verbreitung relevanter, wertvoller Inhalte voranzutreiben, ohne dabei  vordergründig zu werben und zu verkaufen. Warum diese Kunst gerade jetzt so angesagt ist? Nicht nur, weil sie dem heutigen Publikumsgeschmack entspricht und von dem nervigen, unterbrechenden Werbebombardement wohltuend abweicht, sondern auch weil sie sich so flexibel und gewinnbringend auf allen neuen Plattform einsetzen lässt. Diese Vorteile haben unter anderem auch Whole Foods, Patagonia,  Starbucks und Zappos erkannt und umgesetzt. Hier ein paar eindrucksvolle Content Marketing Beispiele:

Content Marketing auf Pinterest. Whole Foods

Whole Foods fährt eine erfolgreiche Content Marketing-Kampagne auf Pinterest.  Die Biosupermarktkette  hat bislang 41 unterschiedliche  Boards angelegt. Sie sprechen allerdings alle die Bedürfnisse der ökobewussten Zielgruppen an, die auf einen gesunden Lifestyle und grüne, bekömmliche, ausgesuchte Ernährung achten.  Bei manchen Boards geht es um Nahrung, etwa um Rezepte und originelle oder praktische Ideen fürs Abendessen; bei anderen um Küchenutensilien, Gartenarbeiten und speziellen Anlässen. In jedem Fall  aber geht es darum, den Kunden interessante, wertvolle Informationen zu liefern, die subtil und eben nicht plakativ auf das Angebot und die Vorteile von Whole Foods hinweisen.

Content Marketing auf Video: Patagonia

Vom kalifornischen Sportartikelhersteller Patagonia und seinen Content Marketing-Initiativen war in diesem Blog schon mehrfach die Rede. Diesmal möchte ich Ihnen die  Footprint Chronicles näherbringen. Es geht um eine Website cum V-log, die die Umweltfreundlichkeit der eigenen Supply Chain auf Herz und Nieren prüft. Dabei werden diverse Zulieferer samt ihrer Öko-Vor- und Nachteile vorgestellt.  Es geht darum, den umweltbewussten Patagonia-Kunden aufzuklären und maximale Transparenz zu gewähren. Natürlich geht es auch darum, die Umweltfreundlichkeit der eigenen Marke und des eigenen Herstellungsprozesses zu unterstreichen. Allerdings geschieht das hier ohne aufdringliche Selbstgefälligkeit.

Content Marketing und Crowdsourcing: Starbucks

Starbucks setzt auf My Starbucks Idea, einer Crowdsourcing-Aktion, bei der Kunden ihre Ideen zur Angebots- und Service-Verbesserung einbringen können. Auch hier wird Transparenz großgeschrieben, denn Starbucks veröffentlicht nicht nur die eingehenden Empfehlungen, sondern zeigt auch, welche erwogen und letztendlich implementiert werden. Schließlich fordert der Kaffeegigant die Leser auch zum Mitdenken und Mitdiskutieren über die diversen, unterbreiteten Ideen auf und fördert somit den Dialog mit und über die Marke.

Content Marketing und Mobile: Zappos

Der online Modeking Zappos, schließlich, nutzt Content Marketing in Verbindung mit Mobile.  Sein digitales Kundenmagazin, ZN, zeigt nicht nur die neuesten Modetrends, sondern bringt auch individuelle Styling Tipps, Lifestyle Ratschläge, sowie Kundenrezensionen und -stories. Kurz, das Magazin unterhält und informiert. Eine innovative m-commerce-Komponente sorgt dann auch noch dafür, dass das Geschäft nicht zu kurz kommt. Engagierte Leser können über die iPad-App gleich bestellen.

Die vorstehenden Beispiele sind grundverschieden und haben doch Wesentliches gemeinsam. Sie bieten relevante, interessante, weitgehend werbefreie Inhalte und machen trotzdem oder vielleicht gerade deshalb Business-Sinn. Zudem zeigen sie, dass die Plattform-agnostische Content Marketing-Disziplin, gestern ebenso aktuell war, wie sie heute ist und morgen sein wird.

Aus der Marketing-Metropole New York:
Yvette Schwerdt

Author: y.schwerdt

Yvette Schwerdt ist Expertin für internationales Marketing mit dem Schwerpunkt Deutschland/Amerika. Sie leitet MADE-to-MARKET , New York. Die Agentur unterstützt Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum bei ihrem USA-Marktauftritt und amerikanische Firmen, die in Deutschland Geschäfte machen. In ihren Artikeln, Kolumnen und Vorträgen, referiert Yvette Schwerdt über interessante, lehrreiche Marketing News.

5 thoughts on “Content Marketing auf Pinterest, Mobile und Video: Aktuelle Beispiele”

  1. Danke für den Artikel. Speziell Pinterest finde ich interessant. Darüber liest man immer mehr und in den USA soll es ja schon einen ziemlichen Hype geben.

    Auf alle Fälle werde ich mir das näher ansehen. Grundsätzlich finde ich es gut, wenn auf eigenständige u. hochwertige Inhalte wertgelegt wird. Google hat das nun ja auch endlich berücksichtigt.

    Es ist wirklich nervig, wenn nichtssagende Blogs – die vielleicht noch in einem Übersetzungstool generiert wurden – wirklich arbeitsintensiven Artikeln die Show stehlen.

    Hoffentlich kommen wir wieder dahin, das Unique Content wirklich King ist!

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