Was steckt hinter dem m-Commerce Boom?

In den letzten Jahren haben sich unsere Shopping-Gewohnheiten grundlegend verändert. Ursprünglich kauften wir alltägliche Gebrauchsartikel, wie Küchenrollen, Weichspüler und Schoko-Riegel mit Nussfüllung noch im Laden ein. Dann wechselten wir zu online Shopping und freuten uns über den Komfort. Jetzt schwören wir auf mobile und „google.express“. Wir starten den Einkaufsprozess meist am Handy, wann es uns gerade einfällt, etwa Morgens in der Subway oder Abends im Kino, füllen den Warenkorb, wenn notwendig, ganz nahtlos daheim am Tablet weiter auf, und bekommen alles wenig später frei Haus geliefert. Dass google.express bei der Zusammenstellung unserer Order in Windeseile diverse Großmärkte „abklappert“ und uns damit eine Stange Geld spart, macht das Einkaufserlebnis nochmals um Vieles erfreulicher. Mit unserer Vorliebe für m-Commerce liegen wir, im Übrigen, ganz im Trend. Wie eine neue Studie von Custora zeigt, hat sich mobile Shopping nämlich in den letzten vier Jahren zu einer 50 Milliarden Dollar-Industrie entwickelt. Interessant ist dabei auch, welche Marketingdisziplin den m-Commerce Boom antreibt.

Bei der Studie wurden die Daten von 100 Retailern und 70 Millionen Verbrauchern, sowie Transaktionen im Wert von 10 Milliarden Dollar untersucht. Hinzu kamen Interviews mit zahlreichen online Marketingexperten und Shoppern. Alles deutet auf einen rasante m-Commerce Boom hin. Kamen vor knapp vier Jahren lediglich 3% der Surfer über mobile Geräte zu den e-Commerce-Seiten, so sind es heute mehr als 37%. Klar, das mobile Internet ist schneller, und die Hardware ist besser geworden. Zudem hat sich der Gebrauch von Tablets und Smartphones, zumindest in den USA, fast flächendeckend durchgesetzt.

Aber es ist auch noch einen anderer Motor mit im Spiel. Das mobile Marketing zeichnet für den m-Commerce Boom mitverantwortlich. Social Media und Search Marketing leisten ihren Teil zur Entwicklung, allen voran aber punktet das Email Marketing. Offenbar fruchten die personalisierten, relevanten Emails, die individuelle Shopping-Daten verwerten, um Kunden gezielt anzusprechen. User klicken auf die einladenden Texte von unterwegs und landen damit gleich beim online Shop.

Erst langsam verbreitet sich, laut Studie, hingegen das Geräte-übergreifende Einkaufen. Mit weiteren Angeboten von Omni-Channel-Vertreibern, wie google.express, wird sich das wohl bald ändern.

Aus der Marketing-Metropole New York:
Yvette Schwerdt

Author: y.schwerdt

Yvette Schwerdt ist Expertin für internationales Marketing mit dem Schwerpunkt Deutschland/Amerika. Sie leitet MADE-to-MARKET , New York. Die Agentur unterstützt Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum bei ihrem USA-Marktauftritt und amerikanische Firmen, die in Deutschland Geschäfte machen. In ihren Artikeln, Kolumnen und Vorträgen, referiert Yvette Schwerdt über interessante, lehrreiche Marketing News.

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