Marketing auf Meerkat (und Periscope)

16617251877_6d1e2163c3_oWetten, Sie haben schon von Meerkat und Periscope gehört? Die Livestreaming Apps sind zwar noch neu, setzen sich aber im Content Marketing bereits in Windeseile durch. Kein Wunder: Sie kommen dem modernen User-Verhalten ja auch optimal entgegen. Was gestern war und einfach nur passiv konsumiert werden konnten, interessiert heute keinen mehr. Jetzt wollen wir Inhalte aktuell miterleben und mitgestalten. Genau das machen die Livestreaming Anwendungen möglich. Innovative Brands, wie Red Bull und Spotify, haben die Anziehungskraft von Periscope und Meerkat schon erkannt und experimentieren bereits fleißig mit den neuen Social Media Plattformen. Andere werden wohl bald folgen.

Mit Periscope und Meerkat werden Smartphones zu Live-Aufnahmegeräten und Amateure zu Live-Berichterstattern. Grundvoraussetzung ist ein Twitter-Account. Hat man den, so reicht ein Knopfdruck, und schon kann’s losgehen mit dem Stream, der in Echtzeit an alle angeschlossenen Twitter-User übertragen wird. Letztere mutieren von passiven Zuschauern zu aktiven Mitmischern. Sie können kommentieren und mit dem Sender interagieren. Bei Persicope kann man den Clip 24 Stunden lang auch noch zurückspielen.

Die beiden Plattformen werden bereits im Marketing genutzt. Red Bull, etwa, setzte während der Miami Music Week auf die Apps zur Live-Übertragung von Events im Red Bull Guest House. Und der Musikdienst Spotify sandte ein Hinter-den-Kulissen- Video mit Conor O’Brien von der Band Villagers aus. Bei letzterer Aktion schalteten sich 382 Zuschauer ein und vergaben 1,534 Herzen (das Pendant zu “Likes” auf Facebook).

Zugegeben, die Zahlen sind noch nicht überzeugend. Trotzdem zeichnen sich für die Livestreaming Apps diverse, vielversprechende Einsatzbereiche im Marketing ab.

Je nach Unternehmens-Art und -Gegenstand können Marketer aktuelle Kundenveranstaltungen und Wettbewerbe ankündigen, Teilnehmer zur Live-Übertragung animieren und damit virale Wirkungskreise ziehen. Sie können einen Promi-Livestreamer engagieren. Sie können ihr Team bei der Arbeit zeigen und ihr Unternehmen damit den Kunden näherbringen. Sie können die Vorbereitungen für einen neuen Produktlaunch übertragen und damit jede Menge Neugierde schaffen. Kurz, sie können vieles. Was sie nicht können, ist das Livestreaming künftig ignorieren.

Denn damit würden sie sich unter Umständen eine vielversprechende Chance im Marketing entgehen lassen.

Aus der Marketing-Metropole New York:
Yvette Schwerdt

Author: y.schwerdt

Yvette Schwerdt ist Expertin für internationales Marketing mit dem Schwerpunkt Deutschland/Amerika. Sie leitet MADE-to-MARKET , New York. Die Agentur unterstützt Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum bei ihrem USA-Marktauftritt und amerikanische Firmen, die in Deutschland Geschäfte machen. In ihren Artikeln, Kolumnen und Vorträgen, referiert Yvette Schwerdt über interessante, lehrreiche Marketing News.

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