Bank zahlt die Zeche

Rechtzeitig zu den Feiertagen hat sich Chase eine neue Marketing-Offensive einfallen lassen. Die Aktion heißt “Chase Picks Up the Tab” und stellt Vorweihnachts-Shoppern finanzielle Zuschussleistungen in Aussicht. Wer im November und Dezember fleißig seine Chase Debit Card zückt, darf hoffen, für den einen oder anderen  Einkauf gar nicht selber gerade stehen zu müssen. Das ehrwürdige Geldinstitut will jetzt nämlich jede fünfhunderste Kundenzeche zahlen – solange sich die Ausgaben in einem gewissen Rahmen bewegen, wohlgemerkt. „Ob es nun ein Nintendo Wii, ein Truthahn samt Beilagen, ein Flugticket zur Großmutter, oder nur Kaffee und Doughnut ist, wir zahlen,“ versichert Marketingchef Ryan McInerney in einer Pressemitteilung.

 

Um mitzumachen, müssen sich die Inhaber eines Chase-Scheckkontos einfach nur in das Promotions-Programm eintragen und ihre Karte, allerdings nicht im PIN-Modus, nutzen. Je öfter sie das tun, desto größer ihre Chancen. Und je mehr sie ausgeben, desto größer ihr potentieller Gewinn. Glückspilze werden aus dem gesamten Shopperpool ermittelt und bekommen, je nach Höhe des Einkaufsbetrags, von 5 Dollar bis maximal 500 Dollar rückerstattet. Die Gewinner der neuen Bankenlotterie werden innerhalb von 24 Stunden per Email oder Telefon benachrichtigt. Auf die Promotion macht die Bank ihre Kunden in Auszügen, Werbeinsertionen, Ankündigungen am Bankomat, und Dauer-TV-Spots in Taxis aufmerksam.

 

Insgesamt wird erwartet, dass Chase auf diese Weise 50.000 Rechnungen übernimmt. Kritische Stimmen sehen in der Promotion aber weniger Großmut als Geschäftssinn. Die Aktion, so liest man in WaytooHigh.com, soll lediglich dazu dienen, Händler zu höheren Abgaben zu zwingen. Denn sie ermutigt den Umstieg von den für sie günstigeren PIN- zu den teureren Unterschrifts-Transaktionen. Die kritische Website schlägt denn auch einen neuen Namen für die Aktion vor. Er lautet: “Merchants Pick Up the Tab”.

 

Aus der Marketing-Metropole New York:
Yvette Schwerdt

 

Schuh-Marketing in der City

Frauen lieben Schuhe. Das ist nun einmal so. Aber Frauen in New York lieben Schuhe  ganz besonders. Das haben Carrie Bradshaw und ihre Freundinnen in „Sex and the City“ seinerzeit ja bereits fabelhaft veranschaulicht. Kein Wunder also, dass auch das Schuh-Marketing in Big Apple viel Spektakuläres hervorbringt.

Unübetroffen bleibt allerdings die jüngste Offensive von Saks Fifth Avenue. Das ehrwürdige Einkauszentrum gegenüber dem Rockefeller Center hat jüngst einen neuen Schuhsalon eingerichtet. Er ist, laut Aussage der Betreiber, so gigantisch und so einzigartig, dass er eine eigene Postleitzahl verdient. Der 2600 Quadratmeter große Salon heißt denn auch 10022-SHOE, und ist per Post, über vorstehende Ortskennzahl erreichbar. „Wir wollten die Abteilung zu einem eigenen Bestimmungsort machen und haben für sie deshalb einen dedizierten ZIP Code angefordert,“ erklärt Lesley Langsam Kennedy von Saks. Es ist das erste Mal, dass die Post eine solche Genehmigung erteilt. Andere werden wohl in Kürze folgen. Künftig sollen Unternehmen nämlich Vanity Codes, sprich Ortskennzahlen die mit Buchstaben einprägsamer gestaltet werden, erwerben und für Marketingzwecke einsetzen dürfen. Diese Taktik hat sich im Telefonbereich bereits erfolgreich durchgesetzt und soll nun auch Adressen werbewirksamer machen.

Aber zurück zum Thema Schuhe: Folgende Story, bestens kolportiert in der Huffington Post, möchte ich Ihnen nicht vorenthalten: Jessica Seinfeld, die Ehefrau des legendären Jerry, hat kürzlich ihr neues Kochbuch in der Oprah-Show präsentiert und daraufhin prompt eine Verkaufslawine geerntet. Als kleines Dankeschön an die einflussreiche Moderatorin hat Jessica ihr 21 Paar sündteure Pumps von Christian Louboutin, Manolo Blahnik, und anderen Top-Designern geschickt. Oprah hat die ganze Angelegenheit dann in der folgenden Woche bei einem Interview mit Jerry Seinfeld publik gemacht. Wie? Das sehen Sie hier:

http://link.brightcove.com/services/link/bcpid1244698469/bctid1243743258


 

Aus der Marketing-Metropole New York:

Yvette Schwerdt

Süße Sucht

Ich muß gestehen: Ich brauche täglich etwas Süßes. Weil ich aber immer wieder versuche, Kalorien zu sparen, habe ich es dieses Jahr mit Daily Candy versucht. Nein, das ist eben kein Schokoriegel und auch kein Bonbon, sondern ein schmackhafter Email Service. Er serviert Insider-Infos über die neuesten Hot Spots, coolsten Restaurants, besten Abverkäufe und chicsten Designer der Umgebung. Der online Ratgeber ist ein echter Hit, weil man damit das amerikanische Angebotswirrwarr geschickt lavieren und stets total „in“ sein kann. Wer aber steckt dahinter? Dany Levy, ehemals vom New York Magazine. Der Welt der Wochenzeitschriften hat die gutaussehende Redakteurin allerdings bereits vor Jahren den Rücken gekehrt, weil, so Levy, lange Vorlaufszeiten einfach nicht mehr zum schnelllebigen Amerika und seinen ungeduldig-wissbegierigen Einwohnern passen. Stattdessen schnitt sie sich eine Scheibe von TheStreet.com ab und ersann DailyCandy. Die Ratschlagsliste, die täglich in der Inbox ihrer Leser landet, liest sich, als sei sie eben mal schnell von einer hippen Freundin verfasst worden. In 2000 versandte Levy das erste DailyCandy-Mail an 700 Adressaten; heute geht es an 2,5 Millionen Abonnenten. Weitere DailyCandy-Zahlen: Ein Umsatz von 11 Millionen Dollar und eine Valuierung von 130 Million Dollar. Wie hat Levy das bloß geschafft? Mit Geschick, Glück und minimalem Marketinaufwand, der sich haupsächlich auf virale Kanäle beschränkt. Ihre Tipps wurden schlagartig aufgegriffen. Anbieter, die sie empfohlen hatte, verzeichneten lawinenartige Verkaufszuwächse und Werbeanfragen folgten auf dem Fuß. Heute bietet DailyCandy gleich zwei Werbeformate an: Kurzinserate auf der Newsletter und maßgeschneiderte Mailings, die das Redaktionsteam für interessierte Unternehmen im unverkennbaren DailyCandy-Ton verfasst.

Mittlerweile scheint DailyCandy also mehrmals täglich in meiner Inbox auf … und beginnt langsam etwas ermüdend zu werden. Aber gerade als ich mir überlegte, auf ein neue Süßigkeit umzusteigen, schüttelte Levy das nächste As aus dem Ärmel: DailyCandy für Kids, eine Orientierungshilfe für Eltern, die die coolsten Angebote für ihre Sprößlinge erkunden wollen. Ich bleibe also weiter bei DailyCandy… das bin ich meinem zwölfjährigen David schuldig.

 

Aus der Marketing-Metropole New York: Yvette Schwerdt

Minipreise und Maximarketing

Das vergangene Feiertags-Wochenende haben wir bei Freunden in New Jersey verbracht. Gleich Freitag früh zogen die Männer und Kinder, die die Black Friday-Marketing-Aktionen vorab genau verfolgt hatten, zum gezielten Shopping los. Sie kehrten mit völlig unterschiedlichen Eindrücken wieder: „Da draußen geht es zu, wie in einem Zoo,“ schimpften die Erwachsenen. Die Menschen hätten sich derart agressiv auf die Sonderangebote gestürzt, dass um 9 Uhr morgens alle wirklich interessanten Deals bereits vergriffen waren.

Die New York Times bestätigte diesen Eindruck. Bei CompUSA in Manhattan’s Fifth Avenue, etwa, wären die massiv-beworbenen, billig-ausgepreisten G.P.S.-Navigationssyteme bereits nach 15 Minuten ausverkauft gewesen. In der Wal-Mart-Filiale bei Nashville kolportierten Augenzeugen gar folgende Szene: Eine Dame war offenbar besonders scharf auf die neuen, digitalen Bilderrahmen. Sie sprintete jedenfalls gleich nach Ladenöffnung ins Geschäft, warf sich auf den Produktständer, fiel mitten in den Warenbestand und kam triumphierend mit sechs kostbaren Exemplaren wieder hoch. So stürmisch ging es allerdings nicht allerorts zu. Zwar war der Auftakt der Weihnachtssaison, ob des massiven Kundenandrangs, dieses Jahr rundum vielvesprechend. Aber die „Action“ war auf Billiganbieter beschränkt. Laut New York Times-Berichten strömten Verbraucher zu Discount-Läden wie Wal-Mart, Target und Best Buy, und ließen hochpreisigere Anbieter, wie Nordstrom und Abercrombie & Fitch außen vor. Analysten sprechen denn auch von einer „Trade-Down Holiday Season“, also einer zurückgenommenen Feiertagssaison. Paßt eigentlich genau zur unsicheren Wirtschaftslage!

Unseren Kindern hatte der Einkaufsbummel aber mächtig Spaß gemacht. Sie kamen höchstzufrieden, mit “Guitar Hero III” im Schlepptau wieder und steckten uns mit ihrem Enthusiasmus für das Spielphänomen an. Bald scharte sich jung und alt um den Fernseher und rockte um die Wette – ein, wie ich mir inzwischen habe sagen lassen, eher typisches Szenario an diesem Thanksgiving Weekend in USA. Das Spiel, das ursprünglich nur an College Studenten vermarktet wurde, erobert jetzt gleich mehrere Generationen. Wie das Marketing diesen Siegeszug begleitet, wird wohl Gegenstand eines anderen Eintrages werden…

Aus der Marketing-Metropole New York: Yvette Schwerdt

Black Friday

Thanksgiving ist ein stiller Tag. Viele Menschen frönen vor und nach dem Truthahn-Gelage der trauten Beschaulichkeit und bleiben ausnahmsweise einmal daheim. In der sonst so geschäftigen City ebbt die gewohnte Geräuschkulisse knapp 24 Stunden lang deutlich ab. Die Straßen sind leer, die Geschäfte zum Großteil geschlossen. Allein, die Ruhe ist von kurzer Dauer. Spät am Abend beginnen nämlich die ersten Shopper ihre Plätze vor den bereits hell-erleuchteten Kaufhäusern einzunehmen. Schließlich beginnt am nächsten Morgen der wichtigste Einkaufstag der Saison. Es ist Black Friday, so genannt, weil an diesem Freitag die Einzelhändler schwarze Zahlen schreiben, oder vielleicht auch deshalb, weil die Geschäfte derart überfüllt sind, dass einem bei ihrem Anblick bloß noch schwarz vor den Augen wird.

Unternehmen setzen alles daran, den schwarzen Freitag zum Erfolg zu führen. Er speist nämlich die Prognosen für das gesamte Jahresendgeschäft. Die meisten Handelsketten öffenen bereits um fünf Uhr morgens ihre Pforten und locken mit Sonderangeboten. Der Elektronikriese, BestBuy, zum Beispiel, verkauft einen hochwertigen Panasonic Plasma TV mit 106 cm Bildschirm für knapp 900 Dollar. Solche und ähnliche Schnäppchen wollen sich die Amerikaner nicht entgehen lassen. Weil die Angebote aber nur gelten, solange der Vorrat reicht, zumeist auf ein Produkt pro Person beschränkt sind und nur von fünf Uhr früh bis zwölf Uhr mittags verfügbar gemacht werden, kampieren viele die Nacht davor auf der Straße. Einen jungen Mann, der seine Zelte bereits am Vorabend vor der BestBuy-Filiale am Columbus Circle aufgestellt hat, frage ich, warum er sich das antut. „Ich will einen 1GB Sony Laptop. Den bekomme ich hier morgen um 399 Dollar.“ Es sei im Übrigen alles nicht so schlimm. „Ab drei verteilt BestBuy Eintrittskarten und dazu auch noch Kaffee und Doughnuts.“

 

Aus der Marketing-Metropole New York: Yvette Schwerdt

 

 

This is New York City Marketing

Man möchte es kaum für möglich halten: Die Werbehochburg New York ist jetzt selbst auf Werbung angewiesen. Das denkt zumindest ihr Bürgermeister, der seiner Stadt prompt eine moderne Multimedia-Marketing-Kampagne verpasst hat. „New York ist nicht nur der Times Square. Es steht für fünf Großgemeinden und jede erdenkliche Küche, Kultur, Religion und Volkszugehörigkeit,“ schwärmt Bloomberg immer wieder. Die Kampagne steht denn auch unter dem Motto „This is New York City“ – eine Stadt also, die sich nicht auf bestimmte Sehenswürdigkeiten reduzieren läßt, sondern eine magische Metropole, die von jedem Besucher für sich selbst erkundet und erlebt werden will. TV-Spots, Plakate und online Aktionen sollen diese Vielfalt und damit den eigentlichen Zauber von Big Apple einfangen und einem internationalen Publikum näherbringen. Sehen Sie selbst, ob ihnen das gelingt:

 

 

 

Das Ziel der Kampagne: mehr Fremdenverkehr. Bis 2015 soll die Anzahl der Big Apple-Touristen von heute etwa 43,8 Millionen auf 50 Millionen steigen. Bloomberg, ganz Businessman, betont die wirtschaftliche Bedeutung der Aktion und beschwört seine Landsleute, den Tourismus zu unterstützen. Einheimische greifen sich indes an den Kopf. „Noch mehr Touristen,“ stöhnen viele,“wo doch die Straßen und öffentlichen Verkehrsmittel heute bereits völlig überlastet sind?!“ Bloomberg läßt sich aber nicht beirren. Er sieht gerade jetzt, ob des Ausländer-freundlichen Dollar-Wechselkurses, ungekannte Wachstumschancen.“Leute sind schockiert, wie erschwinglich die Stadt ist,“ versicherte er neulich gegenüber der New York Times. Hmmm, „schockiert“ mag wohl stimmen, aber nicht unbedingt über die günstigen Preise. Erst gestern haben Freunde aus Deutschland erzählt, dass sie für ein mäßig luxuriöses Hotelzimmer in der City knappe 600 Dollar die Nacht zahlen, und dass sie selbst diese Unterkunft nur schwer ergattern konnten, weil alles reslos ausgebucht war. Ich frage mich, ob Bloomberg, seine Werbedollar nicht besser dem Ausbau der Tourismus-Infrastruktur zuführen und damit die Stadt rundum gastfreundlicher machen sollte. Millionen von Besucher und ihre virale Zugkraft könnten es ihm danken. Was denken Sie?

 

Aus der Marketing-Metropole New York: Yvette Schwerdt  

Sexy Responsibility

Blaumachen lohnt sich. Zu dieser weisen Erkenntnis bin ich neulich wieder gelangt, als ich anstatt ins Büro, zum Bummeln ins Time Warner Center ging. Dort konnte ich nämlich spektakuläres USA-Marketing live miterleben. Beispiel: Curél. Die Kosmetikfirma fährt dieses Jahr, aus Anlass der bevorstehenden Feiertage, eine großangelegte Aktion mit dem amerikanischen roten Kreuz. Dabei führt sie nicht nur selbst einen Teil ihrer Umsätze an die wohltätige Organisation ab, sondern sie ruft auch die Öffentlichkeit zur großzügigen Spendengabe auf. Besonders prominent wurde die “Lend a Helping Hand”-Initiative an besagtem Bummeltag im Time Warner Center aufgezogen. Mehrere Curél-Stationen zierten die Korridore des modernen Glaspalastes, und junge Damen machten Passanten unermüdlich auf den guten Zweck aufmerksam. Wer, an Ort und Stelle ein paar Dollar für das rote Kreuz springen ließ, wurde gleich mehrfach belohnt. Er bekam einen Tinten-Abdruck seiner Hand, den er samt Unterschrift und Datum, neben den Handprints von Promis, wie Julianne Moore und Cynthia Nixon, auf künstlerisch-anmutenden Acryldisplays zur Schau stellen durfte. Zudem gab’s auch ein Musterpäckchen der Curél-Handcreme. Das Ganze sah dann so aus: 

Bei dieser Aktion schien alles zu stimmen: der Mix von Corporate Responsibility und kommerzialisierten Kunst und die Assoziation der populären Handlotion mit dem Motiv der helfenden Hand. Die Promotion war offensichtlich bis ins kleinste Detail durchdacht und kam auch gut an: Ich sah jedenfalls im Umkreis des Centers kaum jemanden ohne das blau-weiße Curél-Muster umherspazieren. Einziges Problem: Ausgerechnet an jenem Tag drehte der Fernsehsender TLC vor dem Haupteingang des Time Warner Centers eine Sendung für die Reality Show “10 Years Younger”.  Dabei wurde eine Dame in einem mannshohen Glaskasten zur Schau gestellt, und Passanten mußten ihr Alter erraten. Dass die Dame ein knallrotes, tiefedekolletiertes Kleid trug und jedem gnädig-Rater eine Kußhand zuwarf, zeitigte offenbar Wirkung. Jedenfalls waren die Menschentrauben vor der TLC-Crew um ein Vielfaches größer als jene vor den Curél-Stationen. Ob Corporate Responsibility künftig wohl auch auf ein wenig mehr Freizügigkeit setzen sollte. Was meinen Sie?

 

Aus der Marketingmetropole New York: Yvette Schwerdt

Subway Blues im Marketing-Blog

New York kann man bekanntlich lieben oder hassen – mal abwechslend und mal gleichzeitig; bloß kalt läßt die Stadt einen nie. Gestern, auf dem Weg ins Büro, ist mir wieder einmal aufgefallen, warum das so ist. Ich stehe also in der restlos überfüllten, hoffnungslos veralteten Subway und denke mit Wehmut an den Komfort europäischer U-Bahnfahrten. Just in diesem Augenblick schlägt mein keimender Unmut aber in Neugier um. Im Meer der BlackBerry-Junkies und iPod-Fanatiker habe ich nämlich wieder jede Menge bemerkenswerter Typen entdeckt: Divas und Penner, Promis und geschniegelte Wall Street-Macher, Mauerblümchen, Musikanten und ein höchst ungewöhnliches Liebespaar, das, trotz der Eindrucksvielfalt, nur Augen füreinander behält. Auf der Plattform spielt dann ein Saxophonist den Blues, verteilt zwischendurch zauberhafte Komplimente, und bekommt als Dank kleine Spenden zugesteckt. Mit täglich über fünf Millionen Passagieren ist die Subway ein Kaleidoskop für das bunte Treiben der City und bietet reichlich Stoff zum Staunen und Schreiben, wie der famose The Subway Chronicles Blog eindrucksvoll belegt. Weil sie alle Stadteile und Knotenpunkte der verkehrsreichen Metropole blitzartig verbindet, gilt sie, trotz Überfüllung und Überholungsbedarf, als ihr Transportmittel par excellence – auch für Bürgermeister Bloomberg. 

 

„Take the A Train“ singt Ella Fitzgerald denn auch im TV-Spot der neuen Marketingkampagne, mit der die Tourismus-Agentur, NYC & Company, jetzt im Ausland für Big Apple wirbt. Mehr über die kolossale Aktion gibt es in meinem nächsten Eintrag. Hier nur soviel: Sie ist schräg und schrill und erregt die Gemüter, genau wie die Stadt, der sie dient.

Womit wir eigentlich beimThema wären: Hier geht es um Marketing, das Furore macht, in einer Stadt, die die Marketingfurore wohl erfunden haben könnte. Ich freue mich darauf,  Ihnen die aufregendesten Entwicklungen frei Blog zu liefern. Es soll ein buntes Tableau werden, mit reichlich News rund um das Thema Marketing. Es soll amüsieren und inspirieren. Vor allem aber soll es ein Dialog werden, an dem auch Sie, liebe Leser, oft und gerne teilnehmen. Ich freue mich auf Ihr Feedback.

 

Aus der Marketing Metropole New York: Yvette Schwerdt