Trump-süchtig!

 

Andere Sprachen, andere Sitten

Mein Mann und ich kommunizieren in drei Sprachen. Das kommt nicht von ungefähr. Deutsch ist für uns beide Muttersprache. Studiert haben wir in Israel; nun leben wir seit geraumer Zeit in den USA. Neben Deutsch, fließen also Hebraïsch und Englisch ganz natürlich in unsere Unterhaltungen mit ein. Wir merken gar nicht, wann und wie wir von einer in die andere Sprache wechseln. Meine Freundin, Adina, ihres Zeichens Soziologin mit linguistischer Grundausbildung, merkt es aber sehr wohl. Und sie erkennt auch die feinen Unterschiede, die der jeweilige Sprachgebrauch in uns und in unseren Dialogen auslöst. “Ihr behandelt unterschiedliche Themen und benehmt Euch anders, je nachdem welche Sprache ihr miteinander sprecht”, klärte sie uns jüngst auf. Diese Beobachtung würde aber, so Adina weiter, nicht nur uns persönlich betreffen; sie decke sich auch mit den Erkenntnissen diverser empirischer Untersuchungen.

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“Lokaler als die ‘Natives'” oder wie man mehrsprachiges, multikulturelles Content Marketing richtig macht

Content Marketing gilt gemeinhin als unersetzlicher Erfolgsfaktor im modernen Marketing Mix. Aber nicht alle Content Marketing-Initiativen treffen ins Schwarze. Sie stehen und fallen zumeist mit der Güte der veröffentlichten Inhalte. Qualität, Aktualität und Zielgruppen-Relevanz in einem Land und in einer Landessprache richtig hinzukriegen, ist schon mal schwierig genug. Noch schwieriger wird es bei mehrsprachigen, multikulturellen Content Marketing-Programmen. Dass hier nicht nur die Künste der gelungenen Übersetzung und der geschliffenen Transcreation, sondern auch ein feines Verständnis für die geografisch-unterschiedlichen Content-Ansprüche und Geschmacksrichtungen erforderlich sind, zeigt BuzzFeed.

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Willkommen im Schwerdt-Blog

In diesem Marketing-Blog finden Sie künftig jede Menge aktueller Informationen und Tipps zum Thema internationales Marketing, frisch aus der Feder von Yvette Schwerdt. Hier geht es um mehrsprachiges, multikulturelles Content Marketing, Transcreation, Social Media, Mobile Marketing, Werbung und PR, Omnichannel Marketing, traditionelle und innovative Medien, Branding – kurz, es geht um alles, was das Thema Marketing in aller Welt und besonders in den USA und in Deutschland so spannend macht.
Gleich nächste Woche geht es richtig lost, mit handfesten, umsetzbaren Tipps zum mehrsprachigen Content Marketing.
Wir hoffen, Sie haben Spaß an den Beiträgen , lassen sich vom ihnen ein wenig inspirieren und schicken uns auch mal Feedback.
Wir freuen uns auf den Dialog.

Geht dieses Content Marketing zu weit?

Wenn Sie den Schwerdt Blog lesen, wissen Sie vielleicht, dass ich ein Fan des Content Marketings bin. Die Kunst, Unternehmensziele voranzutreiben, ohne vordergründig zu werben oder zu verkaufen, entspricht dem modernen Zeitgeist, überzeugt den heutigen Kunden, und rechnet sich meist gleich mehrfach. Kein Wunder also, dass sich immer mehr Unternehmen für das Content Marketing entscheiden. Einige treiben die Sache aber jetzt offenbar auf die Spitze. Jüngstes Beispiel: L’Oreal.

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Emotional Analytics: die neue Zauberformel im Marketing?

RealeyesWir fotografieren, wir filmen, wir formulieren. Wir Content Marketing-Liebhaber produzieren Inhalte am laufenden Band. Stehen sie schließlich, bleibt uns nicht viel anderes übrig, als zu hoffen. Hoffen, dass die Resultate unsere Zielgruppen interessieren, faszinieren und engagieren. So war’s zumindest bislang. Jetzt wollen sich Content Marketer aber nicht mehr mit vager Hoffnung und ungenauen Methoden, wie Fokusgruppen, zufrieden geben. Sie verlangen Gewissheit. Und setzten dabei auf neue Technologien, die die emotionalen Reaktionen der Zuschauer beim Content-Konsum messen. Kein Wunder also, dass führende Medienagenturen, wie MediaCom, ihren Kunden nun anbieten, die Wirkung ihrer Unternehmensinhalte vorab, per fortschrittlicher Gesichtserkennung und –analyse zu eruieren. Zu diesem Zweck setzt MediaCom auf die Technologie von Realeyes.

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Internationales Content Marketing und die Wiederverwertung von Inhalten

6325041143_fcc508e243_oNeulich ist mir folgendes Missgeschick passiert: In meinem Eifer rasch per Handy eine Weisheit auf Facebook zu posten, habe ich, aus Versehen, auf mein Profilbild geklickt. Das Foto selbst hat sich zwar nicht verändert. Trotzdem sandte das System eine Nachricht über mein vermeintlich-neues Konterfei aus. Und meine Facebook-Freunde reagierten. Die einen mit einem netten Kommentar, die anderen  mit einem freundlichen Like. Keiner aber bemängelte den fehlenden Neuigkeitswert. Erst fand ich den Vorfall ein wenig peinlich, dann eher erheiternd, und schließlich einigermaßen erkenntnisreich. Er zeigt nämlich einmal mehr, wie gut sich manche Inhalte wieder verwerten lassen. Besonders Unternehmen, die international tätig sind, können in ihrem Content Marketing von dieser Taktik profitieren. Allerdings gilt es dabei, auf folgende Punkte  zu achten.

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Marketingtrend 2016: Interaktive 3D-Präsentationen

Im Allgemeinen kann ich mich für die IT-Projekte, mit denen mein Mann seine Brötchen verdient, nicht wirklich begeistern. Die meisten sind mir viel zu trocken und technisch. Jetzt hat sein Geek-Team aber eine Technologie vorgestellt, die mich sehr wohl interessiert. Es handelt sich um ein 3D-Programm, mit dem man Gegenstände online interaktiv von allen Richtungen inspiziert — ganz als nähme man sie in die Hand und betrachte sie unter die Lupe. Konzipiert wurde die Technologie für den online Handel. Sie soll Shoppern im Internet künftig ein ganz neues Einkaufsgefühl vermitteln. Mich hat sie dazu gebracht, über das Marketingpotential interaktiver 3D-Tools zu sinnieren.

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Wie man Emotionen einsetzt, um Kundenentscheidungen zu beeinflussen

Hand aufs Herz: Zaudern Sie häufig? Fällt es Ihnen schwer, sich spontan für einen Film, ein Outfit, oder eine neue Zahnpasta zu entscheiden? Dann leiden Sie möglicherweise an einer Störung ihrer Großhirnrinde, genauer gesagt ihrem ventromedialen, präfrontalen Cortex. Klartext: Ihre Gefühlsentwicklung lässt zu wünschen übrig. Das meint jedenfalls der Neurologe Dr. Antonio Damasio in seiner Somatic Markers These. Was Gefühle mit Entscheidungen zu tun haben, wollen Sie wissen? Nun, im Gegensatz zur landläufigen Meinung basiert die gesunde Entscheidungsfindung nicht nur auf kognitiven Prozessen. Komplexe, widersprüchliche Überlegungen können den rationellen Part unseres Gehirns rasch überladen. Ist das der Fall, so kommen teils bewusst und teils unbewusst unsere Emotionen ins Spiel und helfen uns, einen Entschluss zu fassen. Sehen Sie hier, wie Damasio von einem Patienten erzählt, der sich, vor lauter gegensätzlicher, rationeller Argumente, einfach nicht für ein Restaurant entscheiden kann.

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Marketing auf Meerkat (und Periscope)

16617251877_6d1e2163c3_oWetten, Sie haben schon von Meerkat und Periscope gehört? Die Livestreaming Apps sind zwar noch neu, setzen sich aber im Content Marketing bereits in Windeseile durch. Kein Wunder: Sie kommen dem modernen User-Verhalten ja auch optimal entgegen. Was gestern war und einfach nur passiv konsumiert werden konnten, interessiert heute keinen mehr. Jetzt wollen wir Inhalte aktuell miterleben und mitgestalten. Genau das machen die Livestreaming Anwendungen möglich. Innovative Brands, wie Red Bull und Spotify, haben die Anziehungskraft von Periscope und Meerkat schon erkannt und experimentieren bereits fleißig mit den neuen Social Media Plattformen. Andere werden wohl bald folgen.

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