Der neue Retail-Trend: “Slow Shopping”

Whiskey Bar bei Club Monaco

Es ist noch gar nicht lange her, da zählten Geschwindigkeit und Effizienz zu den unabdingbaren Erfolgskriterien im stationären Handel. Es galt, den Shopper, ähnlich wie im online Umfeld, rasch durch den Laden zu schleusen und zum Ziel zu führen. Wie sich jetzt herausstellt, war diese Taktik ganz verkehrt. “Wenn Sie sich in einem Origins Laden hinsetzen, geben Sie wahrscheinlich 40% mehr aus, als wenn Sie stehen bleiben”, schrieb Ellen Byron kürzlich im Wall Street Journal. Erkenntnisse wie diese sind mittlerweile vielfach empirisch nachgewiesen und haben eine radikale Veränderung im stationären Handel eingeläutet. Tatsächlich suchen heute immer mehr Läden, die Einkaufserfahrung zu verlangsamen. Der neue Trend heißt denn auch: „Slow Shopping“.

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Wer die Wahl hat, braucht ein Erlebnis

ChoiceWenn meine deutschen Freunde uns hier in den USA besuchen, staunen sie immer über die lokale Angebotsvielfalt. Hier könnte man so richtig aus dem Vollen schöpfen, schwärmen sie anfangs. Allein, wenn es dann zur Kasse geht, wird oft gezögert. Die schiere Anzahl der Optionen wirkt überwältigend und erschwert die Entscheidungsfindung. Das Problem ist natürlich nicht auf meine Freunde und auch nicht auf Amerika beschränkt, selbst wenn es hierzulande potenziert auftritt. Allerorts überlegen Unternehmen, wie sie ihre Marken aus der Wettbewerbsmasse hervorheben können. Viele suchen Rat bei der modernen Gedächtnispsychologie und bei Walt Disney.

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Ein Herz für die Marke

Stellen Sie sich vor, Sie weilen mit ihrer kleinen Tochter an einem populären Strand. Sie machen sich’s auf einem Liegestuhl gemütlich, blättern in einer Zeitschrift, wollen mal so richtig entspannen. Geht aber nicht, weil die Kleine einfach nicht still sitzen will, und sie sie ständig im Auge behalten müssen. Ausgerechnet in diesem Augenblick kommt Ihnen Nivea zur Hilfe.

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Content Marketing 2015: menschlich & mobil, dezentralisiert & personalisiert

Content Marketing ist längt zum festen Bestandteil – und häufig auch zum Herzstück –des modernen Marketing-Mix geworden. Gemeinsam investierten denn US-Unternehmen im Vorjahr mehr als 135 Milliarden Dollar in die edle Disziplin. Allein, je mehr Content Marketing-Fans auf den fahrenden Zug aufspringen, desto schwieriger wird es für den einzelnen, sich von der schwellenden Masse abzuheben. Wie es trotzdem gelingen könnte, erklären anerkannte Experten in einem Blog des New Yorker Content Marketing-Lieferanten NewsCred. Continue reading “Content Marketing 2015: menschlich & mobil, dezentralisiert & personalisiert”

Marketing-Trends 2015: “Story-Living”, Biometric Marketing und mehr

imageEs ist wieder mal soweit. Marketing-Experten und solche, die sich dafür halten, sagen  uns weise voraus, welche Trends sich im kommenden Jahr in unserer Zunft durchsetzen werden. Eine der interessantesten Prognosen stammt von Lucien Boyer. In 2015, so der Präsident von Havas Sports und Entertainment, in Anlehnung an einen umfassenden Bericht seiner Agentur, dürfte das Zusammenspiel von Unterhaltung, Marketing und Kommunikation unsere Industrie bestimmen. Marken würden ihre Inhalte zunehmend aus den Vorlieben ihrer Fans, sprich aus populärer Musik, Sport, Spiel und Unterhaltung, speisen. Warum? Weil diese Inhalte am besten ankommen und rasant geteilt werden. Als Beweis zitiert Boyer das Gangnam Style Video, das mit über 2 Milliarden Hits souverän die Grenzen der YouTube-Zählung gesprengt hat.

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Experiential Marketing mit viraler Zugkraft. 2 Beispiele

Haben Sie schon mal überlegt, warum dieser Tage so viel auf Flughäfen geworben wird? Die Vorliebe für den Standort kommt offenbar nicht von ungefähr: “Passagiere erzählen gerne von ihren Reiseerlebnissen, besonders wenn diese beeindruckend oder denkwürdig sind“, erklärt Henry Mason von TrendWatching.com. Deshalb, so der Chef der globalen Marktforschung weiter, würden Flughafen-zentrierte Kampagnen auch überdurchschnittliche hohe virale Erfolge erzielen. Für Werbetreibende seien Flugpassagieren die ideale Zielgruppe, schwärmt auch Steve Cox. Sie verfügten in der Regel über ein überdurchschnittlich hohes Einkommen, trügen im Allgemeinen Smart Phones und/oder Tablets bei sich und stellten, ob der geschlossenen Umgebung, die klassische „captive audience“, die sich Marken erträumen, so der Managing Direktor von  JCDecaux. Nachstehend zwei besonders flotte Flughafenkampagnen.

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Schräg, schamlos und schockierend: IKEA landet mit Krippe für Männer PR-Coup

Mit IKEA habe ich ein ganz persönliches Problem. Meine Tochter Dana kann mir bis heute nicht verzeihen, dass ich sie als kleines Mädchen in der Kinderstation des Möbelhauses abgegeben habe. Sie erinnert sich nicht mehr daran, wie sehr sie mich damals gebeten hatte bei der netten Tante bleiben zu dürfen, um mit den lustigen, bunten Bällen zu spielen. Und sie kann sich auch partout nicht mehr entsinnen, dass die ganze Episode höchstens dreißig Minuten gedauert hat. „Du hast mich einfach dort vergessen“, scheltet sie mich immer wieder, bevor sie mich gutmütig umarmt, weil ich das frühe Vergehen im späteren Verlauf ihre Kindheit glücklicherweise wieder wettmachen konnte. Mein Mann ist mir, ob diverser Besuche beim schwedischen Möbelhaus, nicht weniger gram. Er wirft mir, im Gegensatz zu Dana, vor, ich hätte ihn gegen seinen Willen gezwungen mitzukommen, wo er doch viel lieber draußen auf mich gewartet hätte. Leider viel zu spät für mich, hat sich IKEA jetzt eine geradezu geniale Lösung für geplagte Familienmitglieder einfallen lassen: Ein Spielzeugland, indem nicht die Kinder, sondern die Männer der einkaufswütigen Kundinnen geparkt werden können.

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Handy-Batterie alle? Rasch zur nächsten Bushaltestelle!

Fotoquelle: DiscoveryNews

Wer kennt ihn nicht, den Ärger, wenn man nach einem schwülen Sommertag oder an einem klirrend-kalten Winterabend an der Bushaltestelle steht und bemerkt, dass man sich die endlose Wartezeit nicht vertreiben kann, weil einem die Batterie im Smartphone, im iPod, oder in einem anderen der vielen vergnüglichen Geräte, die man dieser Tage bei sich trägt, ausgegangen ist?  In den amerikanischen Großstädten gehört das nervige Szenario, ob der häufig extremen Wetterverhältnisse, der verbreiteten Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, und dem schier-flächendeckenden Elektronik-Einsatz, jedenfalls zum Alltag. Crispin, Porter + Boguski schafft jetzt allerdings findig Abhilfe.

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