Andere Sprachen, andere Sitten

Mein Mann und ich kommunizieren in drei Sprachen. Das kommt nicht von ungefähr. Deutsch ist für uns beide Muttersprache. Studiert haben wir in Israel; nun leben wir seit geraumer Zeit in den USA. Neben Deutsch, fließen also Hebraïsch und Englisch ganz natürlich in unsere Unterhaltungen mit ein. Wir merken gar nicht, wann und wie wir von einer in die andere Sprache wechseln. Meine Freundin, Adina, ihres Zeichens Soziologin mit linguistischer Grundausbildung, merkt es aber sehr wohl. Und sie erkennt auch die feinen Unterschiede, die der jeweilige Sprachgebrauch in uns und in unseren Dialogen auslöst. “Ihr behandelt unterschiedliche Themen und benehmt Euch anders, je nachdem welche Sprache ihr miteinander sprecht”, klärte sie uns jüngst auf. Diese Beobachtung würde aber, so Adina weiter, nicht nur uns persönlich betreffen; sie decke sich auch mit den Erkenntnissen diverser empirischer Untersuchungen.

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Geht dieses Content Marketing zu weit?

Wenn Sie den Schwerdt Blog lesen, wissen Sie vielleicht, dass ich ein Fan des Content Marketings bin. Die Kunst, Unternehmensziele voranzutreiben, ohne vordergründig zu werben oder zu verkaufen, entspricht dem modernen Zeitgeist, überzeugt den heutigen Kunden, und rechnet sich meist gleich mehrfach. Kein Wunder also, dass sich immer mehr Unternehmen für das Content Marketing entscheiden. Einige treiben die Sache aber jetzt offenbar auf die Spitze. Jüngstes Beispiel: L’Oreal.

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Warum deutsche Unternehmen in Amerika auf Transcreation setzen sollten

Die junge Frau trachtete, sich ewiglich an ihren Freund zu binden. Nachdem sie Babylon als Übersetzungstool konsultiert hatte, wollte sie sich die Worte “Ich liebe [Name des Glücklichen]”, in Hebräisch, auf den Nacken stechen lassen. Aber ach! Als sie aus dem Tattoostudio kam, stand auf ihrer zarten Haut zu lesen: “Babylon ist das weltweit führende Wörterbuch und Übersetzungssystem.” Nein, das ist kein Scherz. Die Arme war tatsächlich Opfer eines Übersetzungsmalheurs geworden. Sie ist nicht die einzige. Auch bei Unternehmen, die international tätig sind, gibt es immer wieder, erheiternde Übersetzungskalamitäten zu bestaunen. Ich erinnere hier nur an den Flop der amerikanischen Papiertaschentücher, die in Deutschland unter ihrem Markennamen “Puffs” eingeführt wurden. Diese Post sei also einem Thema gewidmet, dass die Geschicke des internationalen Marketings zunehmend bestimmt. Ich spreche von der Transcreation (Transkreation).

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Internationales Content Marketing und die Wiederverwertung von Inhalten

6325041143_fcc508e243_oNeulich ist mir folgendes Missgeschick passiert: In meinem Eifer rasch per Handy eine Weisheit auf Facebook zu posten, habe ich, aus Versehen, auf mein Profilbild geklickt. Das Foto selbst hat sich zwar nicht verändert. Trotzdem sandte das System eine Nachricht über mein vermeintlich-neues Konterfei aus. Und meine Facebook-Freunde reagierten. Die einen mit einem netten Kommentar, die anderen  mit einem freundlichen Like. Keiner aber bemängelte den fehlenden Neuigkeitswert. Erst fand ich den Vorfall ein wenig peinlich, dann eher erheiternd, und schließlich einigermaßen erkenntnisreich. Er zeigt nämlich einmal mehr, wie gut sich manche Inhalte wieder verwerten lassen. Besonders Unternehmen, die international tätig sind, können in ihrem Content Marketing von dieser Taktik profitieren. Allerdings gilt es dabei, auf folgende Punkte  zu achten.

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