Effekthascherei — AUF TEUFEL KOMM RAUS!

New Yorker lassen sich bekanntlich nicht so leicht beeindrucken. Schon gar nicht von Werbungen.  Schließlich haben sie im Mutterland des Marketings bereits viel Phänomenales erlebt. Kein Wunder also, dass sich lokale Marketer immer wieder den Kopf darüber zerbrechen, wie sie in diesem anspruchsvollen Umfeld punkten können. Eine erfolgreiche Antwort scheint Thinkmodo jetzt gefunden zu haben. Zur Bewusstseinsschaffung für einen neuen Horrorfilm haben sich die “Viral Marketing”-Experten einen wahrlich-ungeheuren Prankvertising-Stunt einfallen lassen. Er macht sich, ausgerechnet, eine andere Charaktereigenschaft der New Yorker, nämlich ihre Fürsorglichkeit, zu Nutze.

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Viral Video: Fünf Key Learnings aus der neuesten US-Hitproduktion

Dieser Tage macht ein originelles Video des Wodkaherstellers Ultimat die Runden. Der Clip zeigt eine authentische Szene, in der ein Fensterputzer im Business-Anzug Plakate hochhält und dergestalt überarbeiteten Büroangestellten in New York durch die Scheibe diverse Botschaften zuspielt. „Ihr Leute seid ganz schwer zu erreichen“ steht da etwa, und „Lasst uns darauf trinken, dass Ihr hier vor 18:00 Uhr herauskommt“ und „Cheers auf weniger Arbeit und mehr Vergnügen“. Die Pointe: „Find Balance. Find Ultimat.“ Das Filmchen wurde neulich an einem Freitagnachmittag im Sommer gedreht und am 26 Juli auf YouTube gepostet. Hits bis dato: Über  1,5 Millionen. Hier der Clip und nachstehend ein paar Key-Learnings.

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Retail goes Mobile

In New York hat‘s Walmart schwer.  Der Retail-Riese, der Amerika im Sturm erobert hat, kann im Big Apple ob lokaler Widerstände und strikter Bodennutzungsbeschränkungen nicht Fuß fassen. Jetzt hat er eine Strategie ersonnen, um die ebenso einkaufswilligen wie komfortbedachten New Yorker dennoch zur Kasse zu bitten. Wie er das bewerkstelligen will, wenn der nächste Laden meilenweit entfernt ist? Indem er gemeinsam mit Procter & Gamble eine gezielte Aktion fährt, die mobile Shopping propagiert. Sinnigerweise setzt er dabei auf das klassischste aller mobilen Werbevehikel, den Foodtruck.

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Marketing und der Marathon

Fotoquelle: Flickr

Der New York City Marathon steht an, und viele Marketeers nehmen das populäre Sportereignis zum Anlass, um ihre Brands zu bewerben. Kein Wunder, schließlich zieht es im Big Apple selbst mehr als 2 Millionen Zuseher an und erreicht zudem per TV-Übertragung 315 Millionen Menschen rund um die Welt. Allerdings verfehlen viele Werbeaktionen ihr Ziel. Wie Sherry Orel in AdAge kürzlich berichtete, landen beispielsweise die großzügig-verteilten Kugelschreiber, Shampoofläschchen und markenspezifisch-aufbereiteten Haftnotizblöcke am Ende des Tages mehrheitlich in den öffentlichen Abfalleimern. Es gibt allerdings auch echte Marketing-Winner im Marathon. Ihr Erfolgsrezept: Sie verstehen es, ihre Markenstory mit dem Spirit des Events zu verbinden und zu zeigen, dass man über sich hinauswachsen und Widrigkeiten erfolgreich überwinden kann.

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Die Macht der Story: Highlights von der 2011 IAB MIXX Konferenz

Es ist Advertising Week in New York. Zum achten Mal treffen dieses Jahr Werbefachleute aus aller Welt zum fünftägigen Megafest im Big Apple ein und diskutieren bei einer Vielzahl von Parallelveranstaltung über die neuesten Entwicklungen und aufregendsten Zukunftsperspektiven ihrer Zunft. Ich habe an der MIXX-Konferenz des Interactive Advertising Bureaus (IAB) teilgenommen. Sie stand mit dem Titel „What’s the Story – Building Narrative in the Digital Age“ ganz unter dem Zeichen der Erzählkunst.

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Fashion’s Night Out: Zwischen Verkaufs-Flop und Marketing-Hit

Heute ist weltweit das Modefieber ausgebrochen. Es ist Fashion’s Night Out. Designpaläste bleiben bis spät nachts geöffnet, schenken Champagner in Strömen aus und locken Neugierige mit Promiauftritten und anderen Promotionen in den Laden. Ins Leben gerufen wurde das internationale Megaevent von Anna Wintour und Diane von Fürstenberg in 2009 — damals mit dem expliziten Ziel, die desolate Modeindustrie vor den verheerenden Folgen der Rezession zu retten. Jetzt ist die Modenacht selbst auf Rettung angewiesen. Es hat sich nämlich herausgestellt, dass der Großaufwand keinen nennenswert Verkaufserfolg zeitigt. Clevere Moderzare beharren trotzdem auf den Fortbestand der Veranstaltung. Grund: Sie haben erkannt, dass es das Markenengagement ihrer Kunden fördern kann. Und um das zu erreichen, schwören sie, gerade auch bei der Fashion’s Night Out, auf digitale und soziale Medien.

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Macht Domino aus der Tugend jetzt eine Not?

Die Pizzakette Domino hat sich in den letzten Jahren nicht nur mit ihrem kulinarischen Angebot, sondern auch mit ihrem revolutionäre Marketing einen Namen gemacht. Sie setzt dabei auf schonungslose Ehrlichkeit und Transparenz. Mal gesteht sie im Zuge ihrer „Neuerfindungs“- Kampagne” die Fehler der Vergangenheit ein, mal gelobt sie Besserung, und mal schwört sie fortan jeglicher Retusche ab. Jetzt treibt das Unternehmen den Ehrlichkeits-Feldzug aber gänzlich auf die Spitze: Ab gestern postet es nämlich eingehende Kundenkommentare auf einer 430 quadratmetergroßen digitalen Leuchtwand. Am Times Square. Ausgerechnet.

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Nacktauftritt soll Kleiderverkauf fördern

Es ist heiß in New York. Schrecklich heiß. Deshalb wundert sich auch kaum jemand über die leicht bekleideten Damen und Herren, die dieser Tage das Stadtbild prägen. Als allerdings neulich gänzlich enthüllte weibliche Geschöpfe durch die Straßen der City zogen, riskierten selbst die hitzegeplagtesten  New Yorker einen neugierigen Blick.

Fotoquelle: Zappos

Die aufsehenerregenden Nacktauftritte auf der Park Avenue und im West Village waren Teil der neuen Werbeoffensive von Zappos, dem online Retailer, der sich bislang vor allem im Schuhbusiness einen Namen gemacht hat, jetzt aber auch verstärkt ins Oberbekleidungsgeschäft expandieren will.

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Im Namen der Liebe? Marketing mit Aktualitätsbezug

Fotoquelle: Flickr

Letzten Sonntag stand New York ganz im Zeichen der Gay Pride Parade. Freunde und Sympathisanten der gleichgeschlechtlichen Liebe marschierten durch DownTown Manhattan, tanzten ausgelassen zu lauter Disco Musik, und freuten sich am Leben. Kein Wunder, es gab ja auch wirklich Anlass zum Feiern. Der Bundesstaat New York hat erst letzten Freitag die Ehe homosexueller Partner legalisiert. Das sind landesweit aktuelle News. Und wo es in Amerika News gibt, da lässt das Marketing auch nicht lange auf sich warten. So auch hier. Continue reading “Im Namen der Liebe? Marketing mit Aktualitätsbezug”

BITcrash 44: Revolutionäres Marketing im Retro-Umfeld

Der Times Square gilt mit seinen Glitzer-Displays seit langem als das Werbeumfeld schlechthin. Zwar prophezeit man ihm und der gesamten Plakatwerbung seit Jahren den unmittelbar-bevorstehenden Untergang; beiden gelingt es aber, sich ständig zu erneuern und, immer wieder, den Standard für revolutionäres Marketing zu setzen.  Jüngstes Beispiel: die aufsehenerregende virale Hacker-Werbung von BITcrash44. Sie zeigt, wie ein Mann sich mit einem winzigen, elektronischen Tool, in sämtliche digitalen Leuchttafeln am Times Square einloggen und dort Videos von seinem iPhone abspielen kann. Das sieht so aus:

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