Der Laden ist tot. Es lebe der Laden.

Alles spricht vom bevorstehenden Untergang des stationären Handels und nennt den Buchhandel gerne als Paradebeispiel. Tatsächlich galt New York früher als Bücherwurm-Paradies. Dann aber kam Amazon und machte den meisten Läden den Garaus. Selbst der dreistöckige Barnes & Noble am Broadway, der mit den ellenlangen Rolltreppen, dem eingebauten Café, und den zahlreichen Schmöckerecken, musste vor zwei Jahren einem Billigkaufhaus weichen. Aber just, wenn man das graduelle Verschwinden der Buchgeschäfte als „fait accompli“ akzeptieren will, kommt wieder Amazon ins Spiel. Und dreht den Spieß um. Laut Gerüchten im Wall Street Journal und in der  New York Times plant Amazon die Eröffnung von 400 Buchgeschäften. Was steht wohl hinter diesem Plan und was bedeutet er für die Zukunft des Handels?

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Wie wir  heute shoppen und warum

Screen Shot 2016-02-10 at 3.35.33 PMIn New York soll es morgen wieder kalt werden. Deshalb wollte ich mir heute noch rasch ein paar Stiefel kaufen. Nun ist der Winter doch schon recht fortgeschritten, und die Auswahl in den Läden entsprechend beschränkt. Zudem stand ich wieder mal unter Zeitdruck. Also griff ich am Weg ins Büro zum Handy, checkte erst Mal, welche Modelle mein Lieblingskaufhaus noch im Angebot hatte, wählte das passende aus, stellte sicher, dass es stationär verfügbar war und klickte auf “Buy” mit der Auflage, das neu erstandene Schuhwerk wenige Stunden später im nahegelegenen Laden abholen zu können. Es war eine effiziente Omni-channel-Einkaufserfahrung, die insgesamt wohl weniger Zeit in Anspruch nahm, als die detaillierte Niederschrift ihrer Abwicklung. “Mobile” spielte dabei, wie es in solchen Szenarien häufig der Fall ist, eine zentrale Rolle. Wie amerikanische Verbraucher heute shoppen, welche Plattformen sie einsetzen und warum, das hat Facebook jetzt im Verbund mit GfK in einer aktuellen Studie ermittelt. Hier einige der genannten Argumente.

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Multi-Channel Integration: Ja, aber wie?

In meiner letzten Post habe ich die Vorteile des Omni-Channel Handels besprochen und festgestellt, dass sich die Multi-Channel Integration allemal rechnet. Bleibt bloss die Frage, wie man an das Vorhaben herangeht, und welche Lösung für welches Unternehmen passt. Fein wäre an dieser Stelle eine universelle Erfolgsformel, ein Patentrezept. Das gibt es aber leider nicht. Jeder Anbieter braucht eine individuell-optimierte Multi-Channel-Lösung. Kleine Unternehmen benötigen eine ganz andere Strategie als große und Ladenketten ein anderes Konzept als Hersteller. Hier eine Übersicht über die unterschiedlichen Möglichkeiten.

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Die Vorteile des Omni-Channel Handels

 

In meiner letzten Post habe ich erklärt, warum Retailer jetzt auf die Multi-Channel Integration setzen müssen. Jetzt möchte ich zeigen, warum sie auch entsprechend handeln wollen. Die synergetische Verbindung diverser Absatzkanäle bietet nämlich eine Reihe von Vorteilen. Allen voran steigert sie die Profitabilität. Forrester Research hat ermittelt, dass Omni-Channel Kunden drei Mal so gewinnträchtig sind, wie ihre Single-Channel Pendants. Das liegt daran, dass Händler mit der Verschmelzung der Absatzkanäle sowohl Einnahmen steigern als auch Kosten senken.

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Wer zu spät kommt, den bestraft der Kunde

Zwar ist sie derzeit in aller Munde, die  Multi-Channel Integration; sie lässt im Bezug auf ihren empirischen Durchsatz aber noch viel zu Wünschen übrig. Retailer tun sich, ob diverser Gründe,  schwer mit der Implementierung der neuen Plattform-übergreifend synchronisierten Handelsmethode. Wer allerdings jetzt nicht handelt, dem droht der rasche Verlust von Marktanteilen.Warum? Weil sich Markt , Einkaufsverhalten und Kundenerwartungen in der Konsumgüterindustrie so radikal verändert haben. Sehen wir uns das einmal an.

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Ist Multi-Channel Integration wie Teenager-Sex?

Rein theoretisch ist vielen Händlern die Bedeutung der Multi-Channel Integration, sprich der synergetischen Verknüpfung unterschiedlicher Absatzkanäle, wie online, mobile und Laden, sehr wohl bewußt. Schließlich wollen sie ihren Kunden eine Plattform-übergreifend nahtlose , konsistente Einkaufserfahrung bieten. Allein mit der Umsetzung klappt es meist noch nicht so richtig. In einer aktuellen Studie der Forschungsunternehmens RSR hielten 100% der Befragten die Konsolidierung der Shoppingerfahrung für dringend vonnöten, aber nur 32% gaben an, sie hätten sie de facto auch in ihrem Unternehmen eingeführt.  Die Situation veranlasst nun so manche Beobachter, in Anlehnung an einen nicht mehr ganz neuen Witz, zu fragen, was die Multichannel Integration und der Teenager-Sex gemeinsam hätten. Ihre Antwort:

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