Kann Werbung die Welt verbessern?

Dass erfolgreiche Werbungen heute relevante, hilfreiche Inhalte kolportieren müssen, ist – nicht zuletzt dank des Triumphzuges von Content Marketing –hinlänglich bekannt. Jetzt verfolgen sie aber noch erhabenere Ziele: Sie schicken sich an, die Welt zu verbessern und Menschen glücklicher zu machen. Paradebeispiele: Zwei neue Kampagnen gegen Kindermisshandlung. Beide sind revolutionär. Und beide setzten auf herkömmliche Plattformen; die eine auf Plakatwerbung, die andere auf Print.

Continue reading “Kann Werbung die Welt verbessern?”

Social Media Buzz generiert bei Coca Cola NICHT mehr Sales

Online Buzz zeitigt bei Coca Cola keine messbaren Auswirkungen auf kurzfristige Verkaufszahlen. Suchmaschinenmarketing, online Display- und TV-Werbungen schneiden hingegen besser ab. Am allereffektivsten erweisen sich aber Printwerbungen. Mit diesen überraschenden Ergebnissen – vor allem für ein Unternehmen, das mehr als 61 Millionen Facebook Fans hat — wartete Eric Schmidt (nein, nicht von Google!)  letzte Woche auf. Der Coca Cola Marketing-Experte, der die Ergebnisse einer In-House Studie bei der  Re:Think 2013 Konferenz  zum Besten gab, bat das Publikum aber gleichzeitig auch, seine Ausführungen nicht überzubewerten. Schließlich würden sie sich lediglich auf eine bestimmte Markenreihe in einem bestimmten Segment der Verkaufsgüterindustrie beziehen.

Continue reading “Social Media Buzz generiert bei Coca Cola NICHT mehr Sales”

Print goes Digital: Ikea qualifiziert Katalog mit Augmented Reality

In Sachen Werbung und Marketing wartet Ikea immer wieder mit ungewöhnlichen und innovativen Ideen auf. Dieser Tage hat sich der schwedische Hersteller mit seiner digitalen Marketing Agentur McCann, Sensationelles einfallen lassen, um seinen legendäre Printkatalog auf Vordermann zu bringen. Er setzt dabei auf Augmented Reality. Empfänger, die sich eine kostenlose App herunterladen, können ihre mobilen iOS- oder Android-Geräte über die Produktseiten halten und kommen in den Genuss von Videos, interaktiven dreidimensionalen Produktmodellen, diversen Möbelinnenaufnahmen und einer Reihe weiterer digitaler Überraschungen. Das sieht dann so aus:

Continue reading “Print goes Digital: Ikea qualifiziert Katalog mit Augmented Reality”

Nacktauftritt soll Kleiderverkauf fördern

Es ist heiß in New York. Schrecklich heiß. Deshalb wundert sich auch kaum jemand über die leicht bekleideten Damen und Herren, die dieser Tage das Stadtbild prägen. Als allerdings neulich gänzlich enthüllte weibliche Geschöpfe durch die Straßen der City zogen, riskierten selbst die hitzegeplagtesten  New Yorker einen neugierigen Blick.

Fotoquelle: Zappos

Die aufsehenerregenden Nacktauftritte auf der Park Avenue und im West Village waren Teil der neuen Werbeoffensive von Zappos, dem online Retailer, der sich bislang vor allem im Schuhbusiness einen Namen gemacht hat, jetzt aber auch verstärkt ins Oberbekleidungsgeschäft expandieren will.

Continue reading “Nacktauftritt soll Kleiderverkauf fördern”

David vs. Goliath in der Werbung oder warum Print nicht passé ist

Gute Werbung, so wird allgemein angenommen, ist mit großem Aufwand verbunden. Sie erfordert unheimlich viel Kreativität in der Konzeption, Perfektion in der Produktion, eine diversifizierte, prominente Platzierung, und, weil fast alles dieser Tage digital läuft, jede Menge cleverer Artdirektoren, Filmemacher, Sound-Ingenieure und Schauspieler. All das kann tatsächlich viel Zeit und Geld kosten. Dass es so – aber auch anders – geht, zeigen zwei aktuelle Beispiele aus der Bierindustrie.

Continue reading “David vs. Goliath in der Werbung oder warum Print nicht passé ist”

Chance und Risiken der cross-medialen Werbung. Beispiel: New York Times

Manchmal hat das Leben im Big Apple einen ganz besonderen Reiz – Sonntagmorgen, etwa, wenn man sich beim Frühstück, ganz ohne Eile, der Wochenendausgabe der New York Times widmen kann. Ich halte oft einen Augenblick lang inne, genieße die taktile Wahrnehmung der dicken Papiermappe und freue mich auf die vielen bunten Beiträge, die ihr umfangreiches Inneres verheißt. Dann erst tauche ich in das gedruckte Geschehen ein. Gestern hielt ich es ebenso und sah einem ungebrochenen Lesevergnügen entgegen. Aber ausgerechnet, als ich den Frontteil der Zeitschrift aufschlug, stieß ich auf eine doppelseitige Anzeige, die meine Pläne jäh durchkreuzen sollte. Continue reading “Chance und Risiken der cross-medialen Werbung. Beispiel: New York Times”