Was die neuen Facebook-Emojis für das Marketing bedeuten  

“Um Himmels Willen, Mami, Du wirst doch nicht tatsächlich Emojis nutzen”, ermahnte mich meine Tochter neulich. Ich hatte ihre kurze, erfreuliche WhatsApp-Message mit einem Smiley Face beantwortet, und sie war schockiert. Der Einsatz von Emojis, so meine redegewandte Dana, würde auf Schreib- und Denkfaulheit deuten. Zudem würde er Sprache und Vokabular verkommen lassen und die zwischenmenschliche Kommunikation auf einen ebenso banalen wie minimalen Einheitsnenner reduzieren. Facebook scheint, anderer Meinung zu sein. Jedenfalls setzt der Social Media-Riese jetzt verstärkt auf die niedlichen, visuellen Schriftzeichen. Seit 24. Februar können User aus „Reactions“, sprich aus sechs animierten Emojis, wählen, um gezielter auf eine Post einzugehen. Wie aber lassen sich die neuen „Reactions“-für das Marketing nutzen?


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Marketing auf Snapchat

Wir Marketer haben’s nicht leicht. Jetzt, wo wir Social Media Marketing endlich einigermaßen gut im Griff haben, müssen wir wieder umdenken. Der neue Plattform-Liebling heißt nämlich weder Facebook, noch Twitter oder Instagramm, sondern Snapchat. Ausgerechnet. Dabei galt das System bis vor kurzem noch als unseriös. Die Kurzlebigkeit der geposteten Inhalte und ihre häufig zwielichtige Natur drängten die App ins Marketing-Abseits. Jetzt feiert sie dank der Generation Z aber ein Comeback.

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RedCupGate und das Dilemma im multikulturellen Marketing

Nun bin ich seit Jahren im Bereich Deutschland-Amerika Marketing tätig und weiß wie wichtig, aber auch wie diffizil es ist, differenziert auf die unterschiedliche Kulturen in beiden Ländern einzugehen. Dass multikulturelles Marketing aber auch im selben Land immer bedeutender und gleichzeitig auch immer schwieriger wird, beweist die „Red Cup“-Kontroverse, die derzeit die Gemüter in den USA bewegt. Lassen Sie sich davon erzählen:

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Marketing auf Tinder

TinderVergessen Sie Facebook, Twitter und Instagram. Die Social Media-Pioniere gehören mittlerweile ja schon fast zum alten Eisen. Millenials begeistern sich neuerdings jedenfalls für eine andere Plattform. Sie heißt Tinder, hat sich der Romantik verschrieben und zählt mittlerweile bereits stolze 50 Millionen User. Dass es ihr zudem gelungen ist den modernen Sprachgebrauch mit Begriffen, wie “Swipe Right” ( „Wisch nach rechts“) und “Swipe Left” („Wisch nach links“) zu prägen, zeugt ebenfalls für Ihre steil-ansteigende Popularität. Der rasante Erfolg der Dating App hat natürlich auch die Aufmerksamkeit der Marketer auf sich gezogen. Und obschon Tinder noch kein offizielles Werbeangebot hat, wagen sich mutige Unternehmen bereits mit originellen Kampagnen an die App heran. Hier ein paar Beispiele.

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Die jüngste Internetsensation und fünf Lehren fürs Marketing  

Eigentlich begann alles ganz harmlos. Ein paar junge Mädchen konnten sich einfach nicht über die Farbe eines Kleides auf einem Foto einigen. Also postete eine von ihnen das strittige Bild auf Tumblr und bat um öffentliche Stellungnahme. Was dann passierte, wissen Sie wohl mittlerweile auch. Die Tumblr-Sphere explodierte, BuzzFeed mischte bald kräftig mit, und letzten Freitag war #thedress dann auf internationaler Ebene das meist-diskutierte Thema. Nicht Gesundheit, nicht Wirtschaft, nicht Politik, nicht Ökologie, nein das Kleid war es, das Milliarden User engagierte und einen Internet-Crash zu verursachen drohte. Gut, viele von uns blickten ein wenig unverständig auf diesen bizarren Weltrekord. Jetzt wird es aber Zeit, einige aktuellen Lehren für das Marketing aus diesem Fallbeispiel zu ziehen.

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Die optimale Länge diverser online Texte

320px-Measuring-tapeWer gerne schreibt, ist meist auch kreativ. Und kreative Menschen wollen frei schaffen, ohne sich allzu vielen Einschränkungen zu unterwerfen. Zu dumm. Denn obschon der Leitsatz, “Size does not matter” Sinn macht, kommt es im Marketing generell, und im Social Media Marketing speziell, offenbar sehr wohl auf die Länge an. Das behaupten zumindest SumAll und Buffer, die Social Media Analytiker, die in nachstehender Infographik die ideale Länge jeglicher Markentexte verdeutlichen. Klar, dieses Idealmaß variiert je nach Plattform. So generieren Twitter-Updates mit weniger als 100 Zeichen 17% mehr Engagement als längere Tweets, Facebook-Posts mit weniger als 40 Zeichen punkten um 86% mehr als ihre wortreicheren Pendants und LinkedIn-Messages mit weniger als 25 Worten werden am häufigsten weitergeleitet. Die komplette Infographik finden Sie am Ende dieser Post.

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Content Marketing-Psychologie: Was Menschen motiviert, Inhalte zu teilen

„Können Sie ein virales YouTube-Video, eine virale Facebook-Kampagne, eine virale Twitter-Aktion für uns erstellen?“ Diese Art von Frage bekommen wir, im Marketing, immer wieder zu hören. Verständlich: ein viraler Markenhit kann Gold wert sein. Das Problem: Wir haben nur bedingten Einfluss auf die Streuung von Inhalten. Eine Zeitlang glaubten wir an die These von Malcolm Gladwell und hielten die Influencer im Markt für Garanten viraler Erfolge. Hits, wie die Dove Videos – den aktuellsten Patch-Clip finden sie nachstehend – haben uns aber eines Besseren belehrt: Breite, soziale Streuung erfolgt nicht über eine kleine Gruppe von VIPs, sondern über willige Massen. Was aber veranlasst diese Massen, Inhalte weiterzuleiten? Dieser Frage ist Jonah Berger in seinem Buch “Contagious: Why Things Catch On” nachgegangen. Virale Erfolge seien keine Glückstreffer, so fand der Marketingprofessor an der eminenten Wharton School der University of Pennsylvania, heraus. Vielmehr folgten sie einem wissenschaftlich-nachweisbarem Muster, das sechs menschliche Beweggründe für die Weiterleitung von Inhalten verdeutliche. Wer diese Beweggründe kennt und seine Botschaften danach ausrichtet, der wird virale Erfolge feiern.
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Die Rache der Millennials, oder warum sich meine Kinder über das Fazit dieser Post freuen werden

Es geht wieder einmal um Millenials, sprich um die rund 14- bis 29-Jährigen, die, wie ich in meiner letzten Post geschrieben habe, von Marketern eifrig umworben werden. Kein Wunder! Schließlich stellen sie nicht nur heute, sondern vor allem auch morgen, eine geradezu gewaltige Kaufkraft und zeichnen auch federführend für die viralen Geschicke von Marken und Produkten verantwortlich. Bei all dem Wirbel um die jungen Leute ist es nur natürlich, dass sie ein gesundes Selbstvertrauen entwickeln und sich nicht scheuen, Ansprüche zu stellen und Unterstützung zu verlangen. Genau das aber wurmt so manche ein wenig ältere Menschen, die diese Privilegien in ihrer Jugend offenbar nicht genossen haben. Beispiel Kelly Blazek.

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Quo Vadis Werbedollar? Zu Twitter und Facebook jedenfalls nicht!

Social Media, allen voran Twitter und Facebook, gelten gemeinhin als die populärsten digitalen Plattformen. Was führende Werbetreibende anbelangt – offenbar zu Unrecht. In einer aktuellen Rangliste der digitalen Werbebudgets großer Agenturen, wie Aegis, Havas, Interpublic und Publicis, firmieren die beiden Social Media-Riesen lediglich unter ferner liefen.

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Mit Glück und Verstand zum Twitter-Triumph

Letzten Sonntag fand in Los Angeles die legendäre Grammy Preisverleihung statt. Wie bei allen Megaevents, suchten nicht nur die eigentlichen Protagonisten — in diesem Fall die Besten der Musikbranche — sondern auch die Besten der Marketingzunft zu punkten. Großunternehmen setzten, ob des TV-Millionenpublikums, vielfach auf sündteure Fernsehwerbungen. Kleinere versuchten ihr Glück mit Geist auf Social Media. „And the Winner was“: Arby’s. Continue reading “Mit Glück und Verstand zum Twitter-Triumph”