Tinder-Tirade auf Twitter: Wie man nicht auf Kritik reagieren sollte

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Preisfrage: Wie reagiert man am klügsten auf Kritik in sozialen Medien? Antwort: Mit Bedacht. Jeder Angriff muss zwar gesondert — stets aber mit Besonnenheit — behandelt werden. Unüberlegte Antworten tendieren nämlich dazu, den Schaden noch weiter zu potenzieren. Das wissen die meisten Unternehmen. Umso verwunderlicher ist es, dass gerade eine der führende Social Media-Plattformen dem eigenen — möglicherweise sogar gerechten — Zorn zum Opfer gefallen ist und ohne Rücksicht auf Verluste heftig um sich geschlagen hat. Ich spreche von der Dating-App Tinder, die diese Woche ihrem Unmut ob eines negativen Vanity Fair-Artikels Luft machte. Übrigens mit verheerenden Folgen für die Führungsspitze.

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Marketing auf Meerkat (und Periscope)

16617251877_6d1e2163c3_oWetten, Sie haben schon von Meerkat und Periscope gehört? Die Livestreaming Apps sind zwar noch neu, setzen sich aber im Content Marketing bereits in Windeseile durch. Kein Wunder: Sie kommen dem modernen User-Verhalten ja auch optimal entgegen. Was gestern war und einfach nur passiv konsumiert werden konnten, interessiert heute keinen mehr. Jetzt wollen wir Inhalte aktuell miterleben und mitgestalten. Genau das machen die Livestreaming Anwendungen möglich. Innovative Brands, wie Red Bull und Spotify, haben die Anziehungskraft von Periscope und Meerkat schon erkannt und experimentieren bereits fleißig mit den neuen Social Media Plattformen. Andere werden wohl bald folgen.

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Shitstorm bei Bud Light: „Nö, nicht #ZuAllemBereit”

In Sachen Marketing gilt Bud Light eigentlich als großer Meister. Trotzdem ist dem beliebten Anheuser-Busch-Brand letzte Woche ein empfindlicher Fehltritt passiert. Im Rahmen seiner globalen Kampagne, #UpForWhatever” brachte der belgische Bierbrauer Flaschenetiketten mit folgender, provokanter Aufschrift heraus: “The perfect beer for removing ‘no’ from your vocabulary for the night. #UpForWhatever” — zu Deutsch etwa — “Das perfekte Bier, um das Wort „Nein“ heute Nacht aus Ihrem Wortschatz zu streichen.“ #ZuAllemBereit. Eigentlich wollte Bud Light damit lediglich auf die Abenteuerlust seiner Hauptzielgruppe — der Millenials — eingehen. Das US-Publikum war nicht beeindruckt. Im Gegenteil. Knapp nach Veröffentlichung der Etiketten brach ein Social Media-Shitstorm vom Zaun.

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Das beste Timing für diverse Social Media Posts

Sie kennen das vielleicht: Sie posten einen wirklich aufregenden Status auf Facebook, eine tolle Story auf ihrem Unternehmensblog, oder eine sensationelle News auf Twitter. Trotzdem verpuffen Ihre Inhalte verpuffen weitgehend unbeachtet in der Cyberstratosphere. Sie zerbrechen sich dann den Kopf, was sie wohl falsch gemacht haben. Das Problem liegt aber häufig nicht an der Qualität Ihres Inputs, sondern am Zeitpunkt Ihrer Veröffentlichung. Diverse namhafte Institute haben es sich neulich zur Aufgabe gemacht, die populärsten und die wirkungsvollsten Zeiten für Social Media-Posts zu eruieren und zu vergleichen. Das Ergebnis ihrer Untersuchungen finden Sie nachstehend.

Social Media Timing
Beliebteste Zeit Wirkungsstärkste Zeit
Tageszeit Wochentag Tageszeit Wochentag
Instagram 13 – 14 Uhr Donnerstag 8 – 9 Uhr Montag
Email 11 –12 Uhr Donnerstag 14 – 17 Uhr Donnerstag
Facebook 12 – 13 Uhr Donnerstag 24 – 13 Uhr Sonntag
Twitter 12– 13 Uhr Donnerstag 22 – 23 Uhr Sonntag
Blogs 11– 12 Uhr Dienstag & Donnerstag 24– 13 Uhr Samstag

 

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Twitter in Trouble

Im letzten Quartal hat er 361 Millionen US Dollar, sprich 114% mehr als im Vorjahr, eingespielt und seinen monatlich aktiven Kundenstamm um 23% gesteigert. Trotzdem herrscht beim Social Media-Riesen Twitter Unmut. Ihm macht der gleichermassen ätzende Spott von Feinden und Freunden zu schaffen. Den handelte er sich dieser Tage ein, als der neue, unternehmenseigene Finanzchef aus Versehen einen Tweet, der offensichtlich als private Direktnachricht gedacht war, öffentlich versandte. “Ich denke immer noch, wir sollten sie kaufen,” schrieb Anthony Noto unbedarft in die Welt hinein. Er habe einen Plan. Gut, der Inhalt der M&A-Nachricht war harmlos. Der Fehlgriff in der Versandart verdeutliche aber, so Beobachter schadenfroh, die Achillesferse der Plattform: ihren mangelnden Benutzerkomfort. Mir scheint, das Problem, so es ein Problem gibt, liegt woanders.

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Die zwei Gesichter der Werbung: Aktuelle Paradebeispiele

Dass Werbung zwei Gesichter hat und ebenso nerven wie begeistern kann, ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Die letzten Tage haben aber für beide Aspekte einen besonders treffenden Beleg geliefert. Ein bestechendes Negativbeispiel kommt ausgerechnet aus der Marketingecke, nämlich vom Videodatenbank-Anbieter Dissolve. Er hat die satirische Ode von Kendra Eash auf McSweeney Internet Tendenz zum Anlass genommen, eine Videoparodie zum Thema Werbung anzufertigen. Alle Clips stammen aus der hauseigenen Datenbank. Das Ergebnis sieht so aus.


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Sotschi-Sieger: Native Advertising

Im online Advertising findet gegenwärtig ein regelrechter Paradigmenwechsel statt. Vorbei sind die Zeiten, in denen bunt-bewegte Banner Wirkung zeitigten. Heute klickt kaum einer mehr auf sie. Kein Wunder also, dass sich Werbetreibende nach neuen Taktiken umsehen. Dabei entscheiden sie sich immer häufiger für Native Advertising und präsentieren ihre Markeninhalte, journalistisch aufbereitet, im redaktionellen Stream. Und weil nicht nur die Effizienz, sondern parallel dazu auch die Preise der traditionellen Banner Ads stetig abwärts purzeln, jubeln mittlerweile Herausgeber der neuen lukrativen Werbedisziplin ebenfalls kräftig zu. So ist es auch zu verstehen, dass Native Advertising in Sotschi einen Sieg nach dem anderen feiert.
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Quo Vadis Werbedollar? Zu Twitter und Facebook jedenfalls nicht!

Social Media, allen voran Twitter und Facebook, gelten gemeinhin als die populärsten digitalen Plattformen. Was führende Werbetreibende anbelangt – offenbar zu Unrecht. In einer aktuellen Rangliste der digitalen Werbebudgets großer Agenturen, wie Aegis, Havas, Interpublic und Publicis, firmieren die beiden Social Media-Riesen lediglich unter ferner liefen.

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Immer schön mit Gefühl! Oder: Wie man mehr Retweets bekommt

Twitter-Nutzer, die sich mehr Retweets wünschen – und welche Twitter-Nutzer wünschen sich nicht mehr Retweets?  —  sollte sich den neuesten Studienbericht  von TrackMaven zu Gemüte führen. Der Business Intelligence-Dienstleister hat nämlich 1,7 Millionen Tweets von knapp 1.500 Twitter-Usern auf ihre virtuelle Verbreitungskraft geprüft. Weil anzunehmen war, dass User mit mehr Followern  auch mehr Retweets ergattern, hat TrackMaven nur Accounts mit mehr als 1.000 Followern unter die Lupe genommen und die Ergebnisse entsprechend normiert. Was schließlich an Erkenntnissen herauskam, dürfte viele überraschen. Die virale Verbreitung einer Post hängt nämlich nicht unbedingt von ihrem Inhalt oder der Popularität des Senders ab. Ausschlaggebend sind, laut TrackMaven, vielmehr folgende Faktoren:

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Twitter-Troll und Trittbrettfahrer

Wissen Sie, was Marketer im Social Media-Zeitalter brauchen? Eine ganze Menge Know How, Mut und Lernbereitschaft. Dazu aber auch eine gehörige Portion Humor, Schlagfertigkeit und Talent fürs „Twitter- Trolling“. Das hat das neueste virale Erfolgsbeispiel der US-Marketingszene wieder einmal eindeutig unter Beweis gestellt. Lassen Sie sich erzählen: Letzten Freitag brachte Kmart nachstehende, amüsante Weihnachstwerbung heraus. Sie wurde mit bis dato knapp 10 Millionen Hits buchstäblich über Nacht zur Internetsensation. Kmart-Konkurrent JC Penney wollte dem Coup des Erzfeindes nicht einfach tatenlos zusehen. Der Retailer überlegte vielmehr, wie er selbst aus dem Hit Profit schlagen könnte und ersann eine Twitter-Troll-Strategie.

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